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Alfred Keil (Autor, Redakteur) zu Brombeerhimmel :


„Die Wettenberger Autorin hat ihre Dichtung in den letzten Jahren zu einer Meisterschaft entwickelt, die selten ist. Manchmal / mitten im Frühling treffen mich / Winterworte, stellt sie fest und weist auf die Verletzlichkeit der menschlichen Seele hin. Aber sie benennt ihren festen Standort, indem sie sozusagen in einen Stein meißelt: Ich stehe breitbeinig / in meinem eigenen / Schatten. Den Irrtum kennt Angelica Seithe jedoch auch: Die Zähne zusammen und / immer den richtigen Schritt / angestrengt / in die falsche Richtung“. 




Gabriele Sümer, aus der Rede der Jury zur Verleihung des Nordhessischen Autorenpreises 2009 – (Sonderpreis Lyrik) :


" . . . Ihre Gedichte lassen Raum für die Vorstellungskraft. Trotzdem zielen sie in ihrer Prägnanz und Schlichtheit direkt auf das Herz. Selbst zwischenmenschliche Verletzungen werden bei ihr zu etwas Kostbarem, das sich zwischen den Zeilen offenbart. Je nach Stimmung jagen beim Lesen kalte oder warme Schauer über die Haut. Das erreicht die Autorin durch zarte Bilder, die nachwirken. Lässt sich die Liebe wirklich wie eine Zecke aus dem Herzen ziehen? Was steht unter der Liebeserklärung? – Natürlich, das Kleingedruckte.“