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Jürgen Brôcan
  zu Im Schatten der Äpfel

Aus einem Gespür für Lakonie und Prägnanz erschafft Angelica Seithe die intensivsten Stimmungsbilder. Hier ist es ein Schattenriss, dort eine Aussparung, hier eine gemeißelte Zeile, dort ein flüchtiger Pinselstrich, die genauso viel Gesagtes wie Ungesagtes ins Gedicht einlassen. Auf behutsame, unaufdringliche Weise werden die Naturbeobachtungen von menschlichen Empfindungen belebt, bis sie einander wechselseitig bereichern. Abschied und Vergänglichkeit, Freude und Entdeckung sind in Seithes Lyrik zu einer Metaphorik verdichtet, die in berührender Schlichtheit die Bedingungen unserer Existenz bis an die Ränder auslotet. „Im Schatten der Äpfel“ versammelt Gedichte aus über dreißig Jahren ― aufgefädelte Zeit, Blütenschnur der Worte.

 

(edition offenes feld, 2016)

www.offenesfeld.de